Schweinegulasch Rezept - einfache Hausmannskost
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Schweinegulasch Rezept – einfache Hausmannskost

Dieses Schweinegulasch Rezept hatte ich eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gemacht. Dabei frage ich mich nach dem ersten Teller jedes Mal, warum eigentlich. Zartes Fleisch, eine kräftige, schön sämige Soße und dazu Spätzle und Rotkohl – viel mehr braucht es manchmal gar nicht.

Schweinegulasch ist für mich klassische Hausmannskost und genau deshalb gehört es auch in meine Wohlfühlküche. Das Fleisch darf ganz in Ruhe schmoren, während sich aus Zwiebeln, Gewürzen und Fond eine richtig leckere Soße entwickelt. Kein großes Gedöns, sondern ein Gericht, das nach Zuhause schmeckt.

Und keine Sorge: Viel Arbeit macht das Ganze nicht. Wichtig ist vor allem, dem Fleisch beim Anbraten ordentlich Röstaromen mitzugeben und ihm anschließend genügend Zeit zum Schmoren zu lassen. Dann wird das Schweinegulasch schön zart und die Soße herrlich kräftig.

Bei uns gab es ganz klassisch Rotkohl und Spätzle dazu. Und ich kann dir sagen: Wir haben ordentlich geschlemmt.

Inhaltsverzeichnis

Schweinegulasch Rezept

Einfaches Schweinegulasch – Hausmannskost zum Wohlfühlen

Ich mag Gerichte, bei denen nach der Vorbereitung eigentlich nur noch der Herd die Arbeit macht. Schweinegulasch gehört definitiv dazu. Fleisch und Zwiebeln müssen zwar erst einmal ordentlich angebraten werden, danach darf das Gulasch aber gemütlich vor sich hin schmoren.

Gerade diese Zeit macht den Unterschied. Das Fleisch wird schön zart und die Zwiebeln zerkochen nach und nach in der Soße. Dadurch wird sie ganz von selbst wunderbar sämig.

Für mich ist Schweinegulasch deshalb auch ein perfektes Essen fürs Wochenende. Und wenn du gleich etwas mehr davon kochst, hast du am nächsten Tag noch etwas davon. Aufgewärmt schmeckt so ein Schmorgericht nämlich mindestens genauso gut.

Welches Fleisch eignet sich für Schweinegulasch?

Für ein gutes Schweinegulasch brauchst du Fleisch, das sich zum Schmoren eignet. Fertig geschnittenes Schweinegulasch bekommst du beim Metzger oder an der Fleischtheke und kannst damit direkt loslegen.

Achte lieber auf eine gute Fleischqualität, anstatt möglichst mageres Fleisch zu kaufen. Ein bisschen Fett darf beim Schmoren ruhig dabei sein. Es sorgt für Geschmack und das Fleisch bleibt schön saftig.

Sind die Fleischstücke sehr unterschiedlich groß, kannst du sie vor dem Anbraten noch etwas zurechtschneiden. Ungefähr gleich große Stücke garen später gleichmäßiger.

Schweinegulasch - Hausmannskost

Schweinegulasch richtig anbraten

Beim Anbraten solltest du dir ein paar Minuten Zeit nehmen. Denn genau dabei entstehen die Röstaromen, die später ordentlich Geschmack in die Soße bringen.

Nimm dafür einen ausreichend großen Topf und erhitze das Fett richtig gut. Das Fleisch sollte beim Hineingeben sofort brutzeln.

Ist dein Topf nicht groß genug, brate das Schweinegulasch lieber in zwei Portionen an. Liegt zu viel Fleisch auf einmal im Topf, tritt Flüssigkeit aus und das Fleisch beginnt eher zu kochen als zu braten.

Und das wäre wirklich schade – wir wollen schließlich Röstaromen und keine blassen Fleischwürfel.

So wird Schweinegulasch schön zart

Nach dem scharfen Anbraten braucht das Schweinegulasch vor allem eins: Zeit.

Sobald du mit dem Fond aufgegossen hast, darf das Gulasch bei kleiner Hitze langsam schmoren. Es sollte nicht wild vor sich hin blubbern. Sanftes Köcheln reicht vollkommen aus.

Natürlich spielt auch die Qualität des Fleisches eine Rolle. Aber selbst gutes Fleisch wird nicht zarter, wenn wir es auf dem Herd hetzen. Also Deckel drauf, Hitze runter und ein bisschen Geduld haben.

Genau das mag ich an Schmorgerichten so gerne. Während das Essen gemütlich vor sich hin köchelt, bleibt Zeit für andere Dinge.

Schweinegulasch in der Schüssel - leckere Hausmannskost

Wie lange muss Schweinegulasch schmoren?

Mein Schweinegulasch lasse ich nach dem Anbraten ungefähr 60 Minuten bei kleiner Hitze schmoren.

Nach etwa 45 bis 60 Minuten kannst du das erste Stück probieren. Ist das Fleisch schon schön zart, bist du fast am Ziel. Braucht es noch etwas, lässt du das Gulasch einfach ein wenig länger schmoren.

Das ist das Schöne an diesem Rezept: Du musst nicht auf die Minute genau am Herd stehen. Das Fleisch sagt dir eigentlich selbst, wann es fertig ist.

Wenn meine Beilagen noch nicht so weit sind, lasse ich das fertige Gulasch einfach bei sehr kleiner Hitze noch etwas ziehen.

So bekommst du eine richtig gute Gulaschsoße

Für eine kräftige Gulaschsoße spielen die Zwiebeln eine wichtige Rolle. Sie geben nicht nur Geschmack, sondern sorgen beim langen Schmoren auch für Bindung.

Ich verwende deshalb reichlich davon. Beim Schmoren werden sie immer weicher und verbinden sich mit dem Fond zu einer herrlich sämigen Soße.

Mehl brauchst du dafür nicht unbedingt. Ich mehliere mein Schweinegulasch vor dem Anbraten nicht, weil mir die Zwiebeln für die Bindung ausreichen.

Sollten bei dir zu Hause allerdings kleine Zwiebelstückchen sofort für lange Gesichter sorgen, kannst du die fertige Soße pürieren oder durch ein Sieb streichen. Dann wird sie schön glatt und keiner muss verdächtige Zwiebelteilchen vom Tellerrand fischen.

Welche Gewürze passen zu Schweinegulasch?

Bei den Gewürzen halte ich es gerne klassisch. Salz, Pfeffer, edelsüßes Paprikapulver und etwas Majoran passen für mich wunderbar zu Schweinegulasch.

Meine Mutter hat früher außerdem gerne Pimentkörner und Wacholderbeeren mit hineingegeben. Genau solche Kleinigkeiten sind es, die bei alten Familiengerichten sofort Erinnerungen wecken.

Beim Paprikapulver solltest du darauf achten, dass es nicht bei zu großer Hitze verbrennt. Dann kann es bitter werden. Lieber kurz mit anschwitzen und anschließend zügig mit Flüssigkeit ablöschen.

Schweinegulasch vorbereiten, aufwärmen und einfrieren

Schweinegulasch ist ein wunderbares Gericht zum Vorbereiten. Du kannst es problemlos schon am Vortag kochen und später wieder langsam erhitzen.

Ich finde sogar, dass Schmorgerichte am nächsten Tag oft noch besser schmecken. Die Aromen hatten dann richtig Zeit, sich miteinander anzufreunden.

Zum Aufwärmen gebe ich das Gulasch wieder in einen Topf und erhitze es langsam bei kleiner Hitze. Falls die Soße über Nacht etwas zu dick geworden ist, kannst du einen kleinen Schluck Fond oder Wasser dazugeben.

Auch Einfrieren funktioniert prima. Deshalb lohnt es sich durchaus, gleich die doppelte Menge zu kochen. Einmal Arbeit und irgendwann wartet ein fertiges Schweinegulasch im Gefrierschrank – solche Vorräte mag ich.

Welche Beilagen passen zum Schweinegulasch Rezept?

Bei uns gab es zum Schweinegulasch ganz klassisch Spätzle und Rotkohl. Diese Kombination passt für mich einfach wunderbar zur kräftigen Soße.

Aber natürlich bist du bei den Beilagen völlig frei. Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree passen genauso gut und nehmen ordentlich von der leckeren Soße auf.

Wenn du es etwas leichter möchtest, kannst du einen einfachen Salat dazu servieren. Ein Gurken– oder Bohnensalat passt ebenfalls prima.

Und ganz unter uns: Wenn richtig viel Soße übrig bleibt, reicht mir manchmal auch ein Stück Brot dazu. Schließlich muss die gute Soße irgendwie vom Teller.

Das einfache Schweinegulasch Rezept

Jetzt fehlt eigentlich nur noch eines: ein großer Topf und ein bisschen Zeit zum Schmoren.

Das Schweinegulasch lässt sich unkompliziert vorbereiten und ist genau das richtige Essen, wenn du Lust auf einfache, deftige Hausmannskost hast. Und falls etwas übrig bleibt – umso besser. Dann ist das Essen für den nächsten Tag gleich mit erledigt.

Schweinegulasch Rezept

Schweinegulasch Rezept – einfache Hausmannskost

Claudia Sterzenbach
Einfaches Schweinegulasch mit zartem Fleisch und einer kräftigen, sämigen Soße. Klassische Hausmannskost, die ganz unkompliziert im Topf schmort.
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 1 Stunde
Gesamtzeit 1 Stunde 20 Minuten
Gericht Familienessen, Hauptgericht, Hausmannskost
Küche Deutsch
Portionen 4 Personen

Kochutensilien

  • 1 großer Topf

Zutaten
  

  • 1 Kg Schweinegulasch
  • 4 St Gemüsezwiebeln
  • 800 ml Rinderfond
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Paprikapulver edelsüß
  • Pfeffer nach Geschmack
  • Salz nach Geschmack
  • 1 TL Majoran
  • 3 St Pimentkörner
  • 3 St Wacholderbeeren
  • 1 St Loorbeerblatt
  • 3-4 EL Butterschmalz

Anleitungen
 

  • 1. Die Gemüsezwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Pimentkörner und Wacholderbeeren leicht andrücken.
  • 2. Etwas Butterschmalz in einem großen Schmortopf kräftig erhitzen. Das Schweinegulasch portionsweise rundherum scharf anbraten, damit schöne Röstaromen entstehen. Das angebratene Fleisch aus dem Topf nehmen und kurz beiseitestellen.
  • 3. Wieder etwas Butterschmalz in den Topf geben und die Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze anbraten. Das Tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten
  • 4. Das Fleisch wieder in den Topf geben. Paprikapulver und Majoran dazugeben, alles kurz miteinander vermengen und mit dem Rinderfond ablöschen.
  • 5. Piment, Wacholderbeeren und Lorbeerblatt dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und das Schweinegulasch einmal aufkochen lassen.
  • 6. Die Hitze reduzieren und das Gulasch mit Deckel etwa 60 Minuten sanft schmoren lassen, bis das Fleisch schön zart ist. Zwischendurch gelegentlich umrühren.
  • 7. Lorbeerblatt, Pimentkörner und Wacholderbeeren wieder herausnehmen. Das Schweinegulasch noch einmal mit Salz, Pfeffer und bei Bedarf etwas Majoran abschmecken.
  • Optional: Piment und Wacholder kannst du zusammen mit dem Lorbeerblatt in ein kleines Gewürzsäckchen geben. Dann lassen sich die Gewürze nach dem Schmoren ganz einfach wieder herausnehmen.
  • Einmal kurz aufkochen lassen. Danach mit geschlossenem Deckel ca. 50 Minuten ganz leicht köcheln lassen. Es sollte nur "blubbern".
  • Zwischendurch mal umrühren und abschmecken.

Notizen

Tipp:
Brate das Schweinegulasch unbedingt portionsweise an. Ist zu viel Fleisch auf einmal im Topf, tritt Flüssigkeit aus und das Fleisch kocht eher, als dass es brät. Durch das kräftige Anbraten entstehen schöne Röstaromen – und die sorgen später für eine richtig leckere, kräftige Gulaschsoße.
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Schweinegulasch - Sonntagsessen

Ich wünsche dir guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen. Lass es dir schmecken!

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