Wildgulasch – einfach geschmort und herrlich zart
Ein gutes Wildgulasch braucht vor allem eines: ein bisschen Zeit. Dafür wirst du mit wunderbar zartem Fleisch und einer kräftigen, aromatischen Sauce belohnt.
Dieses Wildgulasch wird mit Speck, Pilzen, Rotwein und Preiselbeeren geschmort. Wacholder, Lorbeer und Nelken sorgen für das typische Wildaroma. Das klingt vielleicht nach einem Essen für besondere Anlässe, die Zubereitung ist aber viel unkomplizierter, als du denkst.
Besonders praktisch finde ich, dass sich Wildgulasch prima vorbereiten lässt. Deshalb ist es auch ein schönes Essen für Gäste oder für die Weihnachtsfeiertage.

Darum wirst du dieses Wildgulasch lieben
Schmorgerichte gehören für mich einfach in die kalte Jahreszeit. Wenn es draußen ungemütlich wird, darf es auf dem Teller gerne etwas Herzhaftes sein.
Dieses Wildgulasch lässt sich außerdem wunderbar vorbereiten. Während es langsam vor sich hin schmort, hast du Zeit für die Beilagen – und wenn Gäste kommen, musst du nicht die ganze Zeit in der Küche stehen.
Und wie bei vielen Schmorgerichten schmeckt die Sauce richtig schön kräftig und aromatisch. Pilze, Speck, Rotwein und Preiselbeeren passen einfach hervorragend zu Wild.
Welches Fleisch eignet sich für Wildgulasch?
Für Wildgulasch kannst du unterschiedliche Wildarten verwenden. Je nachdem, was du beim Metzger oder Wildhändler bekommst, eignet sich zum Beispiel Fleisch vom Hirsch, Reh oder Wildschwein.
Ich habe für dieses Rezept Hirschgulasch verwendet. Wichtig ist vor allem, dass das Fleisch zum Schmoren geeignet und möglichst gleichmäßig gewürfelt ist.
Wenn du ganz gezielt ein klassisches Hirschgulasch zubereiten möchtest, habe ich dafür noch ein eigenes Rezept. Dort zeige ich dir mein Hirschgulasch mit selbst gemachtem Wildfond.

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Diese Zutaten machen das Wildgulasch besonders aromatisch
Für ein gutes Wildgulasch brauchst du keine ausgefallenen Zutaten. Entscheidend ist vielmehr die Kombination aus kräftigen Röstaromen, einer guten Sauce und den passenden Gewürzen.
Speck und Pilze für kräftigen Geschmack
Speck bringt eine schöne Würze mit und passt hervorragend zum eher mageren Wildfleisch. Die Pilze geben der Sauce zusätzlich ein herzhaftes Aroma.
Besonders wichtig: Brate das Fleisch nicht alles auf einmal an. Gib es lieber portionsweise in den heißen Topf, damit es wirklich Farbe bekommt und nicht im eigenen Saft kocht.
Rotwein und Brühe für eine kräftige Sauce
Nach dem Anbraten sorgen Rotwein und Brühe für die Basis der Sauce. Beim langsamen Schmoren verbinden sich die Röstaromen aus dem Topf mit den übrigen Zutaten und die Sauce bekommt immer mehr Geschmack.
Gib dem Gulasch deshalb ruhig die nötige Zeit. Ein Schmorgericht möchte nicht gehetzt werden.
Wacholder, Lorbeer und Nelken für das typische Wildaroma
Wacholderbeeren, Lorbeer und Nelken passen wunderbar zu Wildgerichten. Du brauchst davon gar nicht viel – die Gewürze sollen das Fleisch unterstützen und nicht alles andere überdecken.
Auch Preiselbeeren passen sehr gut dazu. Ihre fruchtige Süße bildet einen schönen Gegensatz zur kräftigen Sauce.
So einfach bereitest du Wildgulasch zu
Zuerst werden Speck und Pilze angebraten und anschließend wieder aus dem Topf genommen. Danach brätst du das Wildfleisch portionsweise kräftig an.
Anschließend kommen die weiteren Zutaten und Gewürze dazu. Mit Rotwein und Brühe wird abgelöscht, bevor das Wildgulasch bei niedriger Temperatur langsam schmoren darf.
Speck und Pilze kommen später wieder dazu. Die genauen Mengen und einzelnen Arbeitsschritte findest du wie immer unten in der Rezeptkarte.

Wildgulasch
Kochutensilien
- 1 großer Schmortopf mit Deckel
Zutaten
- 2 St Zwiebeln
- 50 gr Speck
- 400 gr Pilze z.B. Steinpilze, Champignons, Pfifferlinge, Kräuterseitlinge
- 2 EL Rapsöl
- 800 gr Wildgulasch
- Pfeffer nach Geschmack
- Salz nach Geschmack
- 1 EL Tomatenmark
- 150 ml Rotwein
- 500 ml Fleischbrühe
- 1 St Lorbeerblatt
- 2 St Nelken
- 5 St Wachholderbeeren
- 100 gr Preiselbeeren
- 2 EL Speisestärke
- 1 EL Creme fra`iche
- 2 EL Petersilie gehackt
Anleitungen
- 1. Zwiebeln schälen und würfeln. Speck ebenfalls in Würfel schneiden. Pilze putzen und je nach Größe in Stücke schneiden.
- 2. Rapsöl in einem großen Schmortopf erhitzen. Speck darin anbraten und anschließend herausnehmen.
- 3. Wildgulasch portionsweise im Bratfett kräftig anbraten und ebenfalls aus dem Topf nehmen.
- 4. Zwiebeln und Pilze in den Topf geben und anbraten. Fleisch und Speck wieder dazugeben und mit Salz und Pfeffer würzen.
- 5. Tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten. Mit Rotwein ablöschen und etwas einkochen lassen. Fleischbrühe angießen.
- 6. Lorbeerblatt, Nelken und Wacholderbeeren in einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze kurz anrösten, bis sie duften. Zum Gulasch geben und alles bei niedriger Hitze mit geschlossenem Deckel etwa 1–1½ Stunden schmoren, bis das Fleisch zart ist.
- 7. Die Hälfte der Preiselbeeren unter das Gulasch rühren. Speisestärke mit etwas kaltem Wasser glatt rühren, in die Sauce geben und noch einmal kurz aufkochen lassen.
- 8. Crème fraîche einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit gehackter Petersilie und den restlichen Preiselbeeren servieren.
Notizen

Wie lange muss Wildgulasch schmoren?
Wildgulasch sollte langsam und bei niedriger Temperatur schmoren. Für dieses Rezept solltest du ungefähr 1 bis 1½ Stunden Schmorzeit einplanen.
Die genaue Zeit kann allerdings etwas variieren. Entscheidend ist nicht die Uhr, sondern das Fleisch: Wenn es sich schön weich anfühlt, ist dein Gulasch fertig.
Ist das Fleisch noch fest, gib ihm einfach etwas mehr Zeit. Gerade bei Wild können Größe und Beschaffenheit der Fleischstücke einen Unterschied machen.
Warum wird Wildgulasch trocken?
Hier nutzen wir die Suchanfragen zu trockenem Hirschgulasch sinnvoll, ohne den ganzen Beitrag auf Hirschgulasch umzubiegen:
Wildfleisch ist vergleichsweise mager und kann deshalb trocken werden, wenn es ungünstig zubereitet wird.
Brate die Fleischstücke zunächst portionsweise bei kräftiger Hitze an. Ist zu viel Fleisch gleichzeitig im Topf, tritt Flüssigkeit aus und das Fleisch beginnt eher zu kochen als zu braten.
Danach darf das Wildgulasch langsam in der Sauce schmoren. Wenn das Fleisch nach der angegebenen Zeit noch zäh erscheint, bedeutet das nicht automatisch, dass es misslungen ist. Häufig braucht es einfach noch etwas länger, bis es weich wird.
Das gilt übrigens auch für Hirschgulasch: Lieber bei niedriger Temperatur etwas länger schmoren und zwischendurch prüfen, wie zart das Fleisch bereits ist.
Welche Beilagen passen zu Wildgulasch?
Zu Wildgulasch passen klassische Beilagen besonders gut. Kartoffelklöße, Spätzle, Kartoffelpüree oder Salzkartoffeln nehmen die kräftige Sauce wunderbar auf.
Dazu schmecken Rotkohl, Rosenkohl oder andere winterliche Gemüsebeilagen. Auch Preiselbeeren dürfen bei uns gerne mit auf den Teller.
Wenn du Sauerkraut dazu magst, kannst du fertiges Sauerkraut-verfeinern. Glaube mir, es ist ein Gedicht!
Wildgulasch vorbereiten und aufwärmen
Wildgulasch ist ein tolles Gericht, wenn du Gäste erwartest. Du kannst es bereits am Vortag zubereiten, abkühlen lassen und bis zum nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahren.
Zum Aufwärmen gibst du es wieder in einen Topf und erhitzt es langsam bei kleiner bis mittlerer Hitze. Falls die Sauce über Nacht sehr dick geworden ist, kannst du noch einen kleinen Schluck Brühe dazugeben.
Das nimmt an einem Feiertag ordentlich Stress aus der Küche – und genau das kann man bei einem Essen mit mehreren Gängen gut gebrauchen.
Kann man Wildgulasch einfrieren?
Ja, Wildgulasch lässt sich gut einfrieren. Lass es nach dem Kochen vollständig abkühlen und fülle es anschließend portionsweise in geeignete Behälter.
Zum Essen lässt du es am besten im Kühlschrank auftauen und erwärmst es anschließend langsam im Topf. Auch hier kannst du bei Bedarf noch etwas Brühe zur Sauce geben.
Wildgulasch als Weihnachtsessen für Gäste
Wildgulasch eignet sich wunderbar als Weihnachtsessen, weil sich fast alles vorbereiten lässt. Statt kurz vor dem Essen noch Fleisch in der Pfanne braten zu müssen, kannst du dich ganz entspannt um deine Gäste kümmern.
Wenn du ein kleines Menü daraus machen möchtest, passt als Vorspeise zum Beispiel eine leichte Suppe. kuerbissuppe-mit-feta Zum Abschluss darf es dann gerne ein Dessert mit Apfel oder Birne sein. apfelcrumble-fuer-zwei-schnelles-herbstdessert
So kannst du viele Bestandteile schon vorher vorbereiten und hast an Weihnachten selbst deutlich weniger Arbeit.
Wie dieses Wildgulasch entstanden ist
Die Inspiration für dieses Wildgulasch stammt aus dem Kochbuch „Heimatküche einfach anders“ von Robin Pietsch. Ich mag an seinen Rezepten besonders, dass bekannte Gerichte mit einfachen Ideen ein bisschen anders auf den Teller kommen.
Aus dem Buch habe ich inzwischen auch schon Omas Möhrensuppe rezept-moehren-suppe und weitere Rezepte nachgekocht. Das Wildgulasch hat uns ebenfalls richtig gut gefallen und ist ein schönes Beispiel dafür, dass ein besonderes Essen nicht kompliziert sein muss.
Vor allem die Kombination aus Wildfleisch, Pilzen, Rotwein und Preiselbeeren hat es uns angetan.
Wenn du mein deftiges Wildgulasch von Robin Pietsch nachgemacht hast, dann zeig es doch auf Instagram und tagg mich mit @eineprisesalz.blog, dann verpasse ich es nicht und freue mich wie ein kleiner Schneekönig, wäre doch super.
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Vielleicht bekommt das Wildgulasch ja auch bei dir einen Platz auf dem nächsten Sonntags- oder Weihnachtsmenü. Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit!







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