Sauerkraut verfeinern – so wird es richtig lecker
Sauerkraut aus der Dose oder Tüte kannst du mit wenigen Zutaten ganz einfach verfeinern. Speck, Zwiebeln, etwas Brühe und eine Prise Zucker machen daraus in kurzer Zeit eine richtig leckere und würzige Beilage.
Ich nehme für dieses Rezept gerne mildes Weinsauerkraut. Es muss nicht lange kochen und ist deshalb perfekt, wenn du ohne großen Aufwand eine herzhafte Beilage auf den Tisch bringen möchtest.
Bei uns gibt es das Sauerkraut gerne zu Bratwurst, Nürnberger Würstchen, Kasseler oder Leberkäse. Und das Schöne daran: Die Zubereitung ist wirklich unkompliziert.
So kannst du fertiges Sauerkraut verfeinern
Fertiges Sauerkraut schmeckt direkt aus der Packung oft noch ein wenig eindimensional. Mit ein paar einfachen Zutaten lässt sich das ganz schnell ändern.
Für mein Rezept brate ich zunächst Speck und Zwiebeln in etwas Butterschmalz an. Anschließend kommt das Sauerkraut dazu und darf kurz mitbraten. Etwas Fleischbrühe sorgt für zusätzlichen Geschmack und eine kleine Prise Zucker gleicht die Säure aus.
Zum Schluss nur noch mit Pfeffer und Salz abschmecken – fertig. So einfach kann Sauerkraut verfeinern sein.

Diese Zutaten machen den Unterschied
Du brauchst für dieses Rezept keine lange Zutatenliste. Gerade die Kombination aus herzhaftem Speck, Zwiebeln und Brühe macht aus dem fertigen Sauerkraut eine richtig schöne Beilage.
Speck und Zwiebeln für ordentlich Geschmack
Speck und Zwiebeln werden zuerst in Butterschmalz angebraten. Dadurch entstehen kräftige Röstaromen, die später auch dem Sauerkraut Geschmack geben.
Wenn du es etwas milder magst, kannst du weniger Speck verwenden.
Brühe macht das Sauerkraut schön würzig
Mit etwas Brühe bekommt das Sauerkraut zusätzlich Geschmack und genügend Flüssigkeit zum Köcheln.
Ich verwende in diesem Rezept helle Fleischbrühe. Wenn dir das Sauerkraut von vornherein sehr sauer erscheint, kannst du einen Teil der Brühe auch durch etwas Wasser ersetzen.
Eine Prise Zucker gleicht die Säure aus
Sauerkraut kann je nach Hersteller und Sorte unterschiedlich sauer schmecken. Etwas Zucker hilft dabei, die Säure geschmacklich auszugleichen.
Dabei lieber vorsichtig anfangen und am Ende noch einmal abschmecken. Das Sauerkraut soll schließlich nicht süß werden.
So einfach wird das Sauerkraut zubereitet
Zuerst Speck und Zwiebeln in Butterschmalz anbraten. Anschließend das Sauerkraut dazugeben und kurz mitschmoren lassen.
Mit der Fleischbrühe ablöschen und das Sauerkraut bei kleiner Hitze mit geschlossenem Deckel etwa 10 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss mit Zucker, Pfeffer und Salz abschmecken.
Viel mehr ist tatsächlich nicht zu tun. Während das Sauerkraut vor sich hin köchelt, kannst du dich schon um Bratwurst, Kasseler oder deine andere Beilage kümmern.

Sauerkraut verfeinern – einfach und herzhaft
Kochutensilien
- 1 Topf
Zutaten
- 400 gr mildes Weinsauerkraut aus Tüte oder Dose
- 200 gr Speck gewürfelt
- 1 St Zwiebel gewürfelt
- 2 EL Butterschmalz
- 100 ml helle Fleischbrühe
- Zucker, Pfeller, Salz nach Geschmack
Anleitungen
- 1.Speck und Zwiebel in Butterschmalz anbraten, bis die Zwiebel glasig ist.
- 2.Sauerkraut dazugeben und kurz mitschmoren lassen.
- 3.Mit der Fleischbrühe ablöschen und das Sauerkraut bei kleiner Hitze mit geschlossenem Deckel etwa 10 Minuten köcheln lassen.
- 4.Zum Schluss mit etwas Zucker, Pfeffer und Salz abschmecken und heiß servieren.
Notizen
Was passt zu Sauerkraut?
Sauerkraut ist für mich eine klassische Beilage zu herzhaften Gerichten. Es passt wunderbar zu Schweinebraten, Kasseler, Schweinshaxe oder Eisbein.
Wir essen es auch sehr gerne zu frischer Bratwurst, Nürnberger Bratwürstchen oder ganz unkompliziert zu einer Scheibe Leberkäse.
Mit Kartoffelpüree oder Salzkartoffeln dazu wird daraus ein richtig schönes Essen für kalte Tage.

Wie dieses Rezept entstanden ist
Die Inspiration für dieses Rezept stammt von Sternekoch Robin Pietsch aus seinem Buch „Heimatküche” einfach anders“. Mir hat daran besonders gefallen, dass er mit wenigen und einfachen Zutaten arbeitet.
Aus dem Buch habe ich übrigens auch schon Omas-moehren-suppe und den wildgulasch von Robin Pietsch nachgekocht. Solche Rezepte mag ich besonders gerne: unkompliziert, bodenständig und trotzdem richtig lecker.
Bei meinem Sauerkraut habe ich mich ebenfalls an dieser einfachen Art der Zubereitung orientiert. Speck, Zwiebeln, Brühe und ein paar Gewürze reichen völlig aus, um fertiges Sauerkraut geschmacklich aufzupeppen.

Wie lange muss Sauerkraut kochen?
Für dieses Rezept verwende ich mildes Weinsauerkraut aus der Tüte. Das lasse ich bei kleiner Hitze etwa 10 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln.
Das reicht vollkommen aus, denn das Sauerkraut ist bereits fertig und muss lediglich erhitzt werden und den Geschmack der anderen Zutaten annehmen.
Wenn du Sauerkraut lieber sehr weich und kräftig magst, kannst du es auch länger köcheln lassen. Dabei wird es allerdings zunehmend dunkler und verliert etwas von seinem frischen Geschmack.
Was tun, wenn Sauerkraut zu sauer schmeckt?
Sauerkraut ist nicht gleich Sauerkraut. Je nach Hersteller und Sorte kann der Säuregehalt unterschiedlich sein – und das schmeckt man natürlich.
Ist dir dein Sauerkraut zu sauer, kannst du beim Kochen etwas Wasser oder Brühe dazugeben. Auch eine kleine Prise Zucker hilft dabei, die Säure geschmacklich auszugleichen.
Ein bayerischer Koch hat mir einmal den Tipp gegeben, zusätzlich etwas Apfelsaft zu verwenden. Das gibt dem Sauerkraut eine leichte fruchtige Note. Hier würde ich ebenfalls mit einer kleinen Menge beginnen und anschließend abschmecken.
Wenn du Sauerkraut gerne einmal anders zubereiten möchtest, probiere auch meinen
einfachen Sauerkrautauflauf mit Kartoffeln . Der ist wunderbar herzhaft und ein unkompliziertes Essen für kalte Tage.
Woraus besteht Sauerkraut eigentlich?
Sauerkraut wird aus fein geschnittenem Weißkohl hergestellt, der mit Salz fermentiert wird. Durch die Fermentation entsteht der typische säuerliche Geschmack und der Kohl wird haltbar gemacht.
Früher wurde Sauerkraut häufig selbst eingelegt oder frisch beim Metzger gekauft. Dieses Sauerkraut konnte deutlich saurer schmecken und wurde deshalb vor der Zubereitung teilweise gewaschen.
Bei mildem Sauerkraut aus Dose oder Tüte ist das normalerweise nicht notwendig.
Kann man Sauerkraut roh essen?
Ja, Sauerkraut kann grundsätzlich auch roh gegessen werden. Geschmacklich macht es allerdings einen Unterschied, ob du frisches, nicht erhitztes Sauerkraut oder pasteurisiertes Sauerkraut aus Dose oder Tüte verwendest.
Für dieses Rezept wird das Sauerkraut ohnehin erwärmt und mit Speck, Zwiebeln und Brühe verfeinert.
Wenn du meinen Sauerkraut von Robin Pietsch nachgemacht hast, dann zeig es doch auf Instagram und tagg mich mit @eineprisesalz.blog, dann verpasse ich es nicht und freue mich wie ein kleiner Schneekönig, wäre doch super.
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Vielleicht hast du jetzt auch Lust bekommen, dein Sauerkraut zu verfeinern und es mit Bratwurst, Kasseler oder Kartoffelpüree zu servieren. Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit!










5 Kommentare
Elke Viet
Einen schönen guten Morgen liebe Claudia,
Ein Träumchen
So mag ich Sauerkraut auch sehr gerne und koche es schon 40 Jahre so. Nur nehmen wir statt Zucker im Norden gerne Kandis.
Ich wünsche dir ein schönes und erholsames Wochenende
LG Elke
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