Apfelmus selber machen – einfaches Rezept wie früher
Apfelmus selber machen ist ganz einfach und schmeckt einfach herrlich. Du brauchst nur wenige Zutaten und schon nach kurzer Zeit duftet die ganze Küche nach gekochten Äpfeln. Je nach Apfelsorte kannst du dein Apfelmus sogar ganz ohne Zucker zubereiten.
Mein Apfelmus-Rezept ist ein echter Familienklassiker. Es stammt aus dem alten Schulkochbuch meiner Mutter aus dem Jahr 1937. Damals gehörten solche einfachen Rezepte ganz selbstverständlich zum Familienalltag – und genau das mag ich daran so gern.
Das Rezept kommt ohne viel Schnickschnack aus, ist schnell gemacht und eignet sich wunderbar, um größere Mengen Äpfel zu verwerten. Und mal ehrlich: Ist es nicht schön, immer ein paar Gläser selbst gemachtes Apfelmus im Haus zu haben?
Wir essen es besonders gern zu Reibekuchen, Milchreis oder Pfannkuchen. Aber auch einfach in Joghurt eingerührt schmeckt es richtig lecker.
Mein Tipp: Sind deine Äpfel sehr säuerlich, kannst du etwas Vanillezucker dazugeben. Im Herbst und Winter passt auch eine Prise Zimt wunderbar dazu.
Noch mehr Ideen für deinen Vorrat findest du hier: Süße Vorräte selber machen
Welche Äpfel eignen sich zum Apfelmus selber machen?
Prinzipiell kannst du aus fast allen Apfelsorten Apfelmus selber machen. Besonders gut eignen sich Sorten, die beim Kochen schön weich werden und ein ausgewogenes süß-säuerliches Aroma mitbringen.
Sehr gern verwende ich zum Beispiel:
- Boskoop
- Braeburn
- Gravensteiner
- Elstar
- Jonagold
- Gala
Golden Delicious bringt von Natur aus schon viel Süße mit. Boskoop ist dagegen deutlich säuerlicher und zerfällt beim Kochen wunderbar.
Du kannst natürlich auch verschiedene Apfelsorten miteinander mischen. Das finde ich besonders praktisch, wenn du Äpfel aus dem eigenen Garten hast oder beim Selberpflücken unterschiedliche Sorten mitgenommen hast.
Und falls du unsicher bist: Frag einfach bei deinem Obsthändler nach. Dort bekommst du meistens eine gute Empfehlung, welche Äpfel sich gerade besonders gut für Apfelmus eignen.

Kann man Apfelmus ohne Zucker selber machen?
Ja, natürlich. Für selbst gemachtes Apfelmus benötigst du nicht unbedingt Zucker oder Honig.
Verwendest du von Natur aus süße Äpfel, bringt das Obst bereits genügend Süße mit. Probiere dein Apfelmus am besten nach dem Kochen und entscheide dann, ob du überhaupt noch nachsüßen möchtest.
Bei sehr säuerlichen Äpfeln kannst du etwas Zucker oder Vanillezucker dazugeben.
Kann man selbst gemachtes Apfelmus einfrieren?
Apfelmus lässt sich auch einfrieren. Praktisch ist das vor allem, wenn du viele Äpfel verarbeiten möchtest und genügend Platz in deiner Gefriertruhe hast.
Ich persönlich habe mein Apfelmus allerdings noch nie eingefroren. Deshalb kann ich dir hier nicht aus eigener Erfahrung berichten.

Wie lange ist selbst gemachtes Apfelmus haltbar?
Wie lange dein Apfelmus haltbar ist, hängt davon ab, wie du es zubereitest, abfüllst und anschließend lagerst.
Wenn du Apfelmus länger aufbewahren möchtest, solltest du besonders sauber arbeiten und geeignete, gut schließende Gläser verwenden. Kühl und dunkel gelagert bleibt auch die Farbe meist länger schön.
Möchtest du dein Apfelmus wirklich für längere Zeit konservieren, solltest du dich an eine bewährte Anleitung zum Einkochen von Obst halten. Das reine heiße Abfüllen ist nicht dasselbe wie Einkochen.
Ein geöffnetes Glas gehört grundsätzlich in den Kühlschrank und sollte zeitnah verbraucht werden.
Warum wird selbst gemachtes Apfelmus braun?
Keine Sorge, wenn dein Apfelmus etwas dunkler wird. Äpfel können sich durch den Kontakt mit Sauerstoff verfärben. Manche Apfelsorten werden dabei stärker braun als andere.
Ein wenig Zitronensaft kann helfen, die schöne helle Farbe besser zu erhalten.
Auch wenn du die Äpfel mit Schale verarbeitest, wird das fertige Apfelmus häufig etwas dunkler. Geschmacklich ist das überhaupt kein Problem.
Apfelmus selber machen mit oder ohne Schale?
Jetzt kommt eine Frage, bei der sich wahrscheinlich die Geister scheiden: Muss man Äpfel für Apfelmus schälen?
Nein, muss man nicht.
Du kannst Apfelmus wunderbar mit Schale zubereiten. Die Äpfel solltest du vorher natürlich gründlich waschen. Je nach Apfelsorte wird das Apfelmus mit Schale etwas dunkler und die Konsistenz kann sich ebenfalls unterscheiden.
Wenn du ein besonders helles und feines Apfelmus möchtest, kannst du die Äpfel vorher schälen.
Ich habe beide Varianten ausprobiert, damit du den Unterschied sehen kannst.
Das Apfelmus auf der linken Fotoseite habe ich mit Schale gekocht und anschließend püriert.
Falls du keinen Pürierstab hast, kannst du das Apfelmus auch durch ein Sieb oder – falls vorhanden – durch die gute alte Flotte Lotte streichen.
Für das Apfelmus auf der rechten Fotoseite habe ich die Äpfel vorher geschält. Hier reicht es meist schon, die weich gekochten Äpfel mit einem Kartoffelstampfer etwas zu zerdrücken.
Ich koche die Äpfel mit Deckel. Je nach Apfelsorte dauert es ungefähr 10–15 Minuten, bis sie schön weich sind. Boskoop zerfällt bei mir oft besonders schnell.

Was passt zu Apfelmus?
Ich liebe mein selbst gemachtes Apfelmus zu Kartoffelpuffern bzw. Reibekuchen. Mein Rezept findest du hier: Einfache schnelle Reibekuchen.
Manchmal gebe ich einfach einen Löffel Apfelmus in meinen Joghurt.
Bei meiner Mama gab es Apfelmus oft zu süßem Milchreis – hmm, das ist so lecker und weckt bei mir sofort Kindheitserinnerungen.
Auch zu meinen Pfannkuchen ohne Zucker passt Apfelmus richtig gut.
Und noch eine schöne Erinnerung: Bei meiner Tante gab es Apfelmus manchmal auf einem Tortenboden. Mit richtiger Sahne und selbst gemachtem Tortenboden ist das ein Genuss. Hier findest du mein Rezept für einen Tortenboden für eine 30-cm-Backform.
Heiß abfüllen oder Apfelmus einkochen – was ist der Unterschied?
Heißes Abfüllen und Einkochen sind nicht dasselbe.
Beim heißen Abfüllen wird das frisch gekochte Lebensmittel heiß in saubere Gläser gefüllt und sofort verschlossen.
Beim Einkochen werden die gefüllten und verschlossenen Gläser zusätzlich für eine bestimmte Zeit bei einer vorgegebenen Temperatur erhitzt. Die benötigte Temperatur und Einkochzeit richten sich nach dem jeweiligen Lebensmittel und der verwendeten Methode.
Wenn du dein Apfelmus über längere Zeit lagern möchtest, solltest du dich deshalb an eine zuverlässige Einkochanleitung halten.
Übrigens: Auch meine eingelegten Zwiebeln sind eine tolle Idee für den selbst gemachten Vorrat.
Gläser für selbst gemachtes Apfelmus vorbereiten
Wenn du Apfelmus auf Vorrat zubereitest, ist Sauberkeit besonders wichtig.
Gläser und Deckel müssen gründlich gereinigt werden. Verwende nur einwandfreie Gläser und passende Deckel, die gut schließen.
Wenn du gebrauchte Gläser verwendest, entferne vorher alte Etiketten. Meist lösen sie sich ganz einfach, wenn du die Gläser eine Weile in warmem Spülwasser einweichst.
Achte beim Abfüllen darauf, dass die Glasränder sauber bleiben.

Apfelmus selber machen – einfach, günstig und richtig lecker
Ich finde, manche Rezepte brauchen überhaupt keinen großen Schnickschnack. Dieses Apfelmus gehört für mich definitiv dazu.
Ein paar gute Äpfel, etwas Zeit und schon steht ein echter Klassiker auf dem Tisch. Besonders schön finde ich, dass das Rezept schon im Schulkochbuch meiner Mutter von 1937 zu finden war und heute immer noch genauso gut funktioniert.
Ob zu Reibekuchen, Milchreis und Pfannkuchen oder einfach pur aus dem Glas – selbst gemachtes Apfelmus schmeckt einfach immer.
Wenn du mein Apfelmus-Rezept nachgemacht hast, zeig es mir doch auf Instagram und tagge mich mit @eineprisesalz.blog. Dann verpasse ich es nicht und freue mich wie ein kleiner Schneekönig.
PS: Nimm dir den PIN für später mit.


Apfelmus selber machen – einfaches Rezept
Kochutensilien
- 1 Topf
- 3-4 Twist off Gläser a) 330 ml
- 1 1 Kartoffelstampfer oder Pürierstab
Zutaten
- 750 g Äpfel geschält gewogen
- 1/8 ltr Wasser (125 ml)
- 3-4 EL Zucker
Anleitungen
- 1. Äpfel waschen, schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit dem Wasser in einen Topf geben und mit geschlossenem Deckel etwa 10–15 Minuten weich kochen. Je nach Apfelsorte kann es auch schneller gehen.
- 2. Die weich gekochten Äpfel durch ein Sieb oder eine Flotte Lotte streichen. Alternativ mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken oder pürieren. Anschließend nach Geschmack mit Zucker abschmecken.
- 3. Original aus dem alten Schulkochbuch: Das Apfelmus kann mit einem Messer glatt gestrichen, mit Gelee betupft und mit aufgequollenen Korinthen belegt werden.
Notizen
Je nach Süße der Äpfel kannst du die Zuckermenge selbst bestimmen. Ich verwende meistens nur knapp 1 EL Zucker. Bei süßen Äpfeln kannst du ihn auch ganz weglassen. Sehr lecker schmeckt das Apfelmus auch mit Vanillezucker oder etwas Zimt. Für eine schönere Farbe gebe ich zusätzlich den Saft einer halben Zitrone ins Kochwasser. Gut zu wissen: Die Mengenangabe von 750 g Äpfeln bezieht sich im Originalrezept auf bereits geschälte Äpfel.
Ich wünsche dir guten Appetit und viel Spaß beim Nachmachen. Lass es dir schmecken!












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