Pommes Anna – knusprige Anna-Kartoffeln mit Butter
Knusprig, buttrig und innen wunderbar zart – so lassen sich Pommes Anna wohl am besten beschreiben. Für diese französische Kartoffelspezialität brauchst du nur wenige Zutaten: Kartoffeln, Butter, Salz und Pfeffer. Und trotzdem kommt am Ende etwas richtig Feines aus dem Ofen.
Für eine gute Kartoffelbeilage bin ich sowieso immer zu haben. Bei Pommes Anna werden hauchdünne Kartoffelscheiben überlappend in eine Pfanne geschichtet, mit Butter bestrichen und anschließend goldbraun gebacken. Allein beim Gedanken daran bekomme ich schon wieder kleine Pfützchen im Mund.
Wir essen die Anna-Kartoffeln übrigens auch gerne als vegetarisches Hauptgericht. Mit einem knackigen Salat dazu reicht uns das vollkommen – und dann darf die Portion Kartoffeln natürlich etwas größer ausfallen.
Was sind Pommes Anna?
Pommes Anna, auch Anna-Kartoffeln genannt, sind ein Klassiker der französischen Küche. Das Besondere daran ist die ganz einfache Zubereitung: Sehr dünn gehobelte Kartoffelscheiben werden schichtweise mit Butter in eine ofenfeste Pfanne gelegt und goldbraun gebacken.
Dadurch werden die Kartoffeln außen und an den Rändern schön knusprig, während sie im Inneren weich und zart bleiben. Sahne oder Käse brauchst du für klassische Pommes Anna nicht – der Geschmack kommt vor allem von Kartoffeln und guter Butter.
Optisch erinnern sie ein wenig an ein flaches Kartoffelgratin. Geschmack und Zubereitung sind aber anders: Ein klassisches Kartoffelgratin wird mit Sahne oder Milch gegart, während bei Pommes Anna Butter die entscheidende Zutat ist.

Welche Kartoffeln eignen sich für Pommes Anna?
Für meine Pommes Anna verwende ich festkochende Kartoffeln. Sie behalten beim Backen ihre Form und lassen sich wunderbar in gleichmäßige, dünne Scheiben hobeln.
Besonders wichtig ist die Dicke der Kartoffelscheiben. Ich hoble sie auf etwa 2 mm. So garen sie schnell und gleichmäßig und können an den Rändern schön knusprig werden.
Ein Gemüsehobel ist dafür wirklich praktisch. Mit einem Messer funktioniert es natürlich auch, die Scheiben sollten dann aber möglichst gleichmäßig dünn geschnitten sein.
Pommes Anna richtig in die Pfanne schichten
Die Kartoffelscheiben werden von außen nach innen leicht überlappend und kreisförmig in die gebutterte Pfanne gelegt. Jede Lage bekommt etwas Salz, Pfeffer und Butter.
Du musst dabei keine Angst haben, mehrere Schichten übereinanderzulegen. Ich habe meine Pommes Anna in zwei kleinen Eisenpfannen mit 19 cm Durchmesser zubereitet. Du kannst aber genauso eine größere ofenfeste Pfanne, beispielsweise mit 24 cm Durchmesser, verwenden.
Auch wenn dabei zwei oder drei Lagen Kartoffeln mehr übereinanderliegen, werden die dünnen Scheiben gar. Entscheidend ist vor allem, dass du sie wirklich schön dünn hobelst.
Warum Pommes Anna so herrlich knusprig werden
Jetzt kommt die Butter ins Spiel. 😄 Sie sorgt nicht nur für Geschmack, sondern hilft auch dabei, dass die Kartoffeln diese wunderbar goldbraune Oberfläche bekommen.
Bevor die Pfanne in den Backofen kommt, lasse ich die Kartoffeln deshalb zunächst etwa 5 Minuten auf dem Herd anbraten. Die Kartoffeln dabei nicht mehr bewegen. Anschließend kommt die komplette Pfanne in den vorgeheizten Backofen.
Bei meinen etwa 2 mm dünnen Kartoffelscheiben waren die Pommes Anna nach ungefähr 25–30 Minuten im Backofen gar und schön gebräunt.

Was passt zu Anna Kartoffeln ?
Pommes Anna sind eine tolle Kartoffelbeilage zu Fleisch und Fisch. Besonders gut passen sie zu kurz gebratenem Fleisch, einem schönen Braten oder einem Stück Fisch aus der Pfanne. Durch die knusprigen Kartoffelschichten und den feinen Buttergeschmack braucht es dazu gar nicht viel.
Bei uns dürfen die Anna-Kartoffeln aber auch gerne die Hauptrolle spielen. Wir essen sie als vegetarisches Hauptgericht mit einem frischen Salat – und machen dafür einfach eine etwas größere Portion. So schmecken sie mir fast am besten.
Wenn du französische Kartoffelgerichte genauso gerne magst, probiere auch meine Boulangère Kartoffeln. Sie werden ebenfalls in dünnen Scheiben im Ofen gegart, kommen aber ganz ohne Sahne aus und werden stattdessen mit Brühe zubereitet. So hast du zwei ganz unterschiedliche französische Kartoffelklassiker zur Auswahl.
Anna Kartoffeln abwandeln
Das klassische Rezept ist herrlich schlicht: Kartoffeln, Butter, Salz und Pfeffer. Du kannst die Kartoffelschichten aber ganz nach deinem Geschmack abwandeln.
Sehr lecker sind zum Beispiel fein geschnittene Zwiebeln oder Knoblauch zwischen den Kartoffelscheiben. Auch Thymian oder Rosmarin passen wunderbar dazu. Wer es etwas kräftiger mag, kann zusätzlich etwas geriebenen Käse darübergeben.
Dann sind es zwar keine klassischen Pommes Anna mehr – aber wenn es schmeckt, sehe ich das nicht so eng.
Woher kommen Pommes Anna?
Pommes Anna gehören zu den Klassikern der französischen Küche und sollen um 1870 in Paris entstanden sein. Die Erfindung wird dem berühmten französischen Koch Adolphe Dugléré zugeschrieben, der damals Küchenchef im Pariser Café Anglais war.
Der Überlieferung nach benannte Dugléré seine Kartoffelkreation nach Anna Deslions, einer bekannten Pariser Kurtisane und einem regelmäßigen Gast des Café Anglais. Ganz eindeutig ist die Geschichte der namensgebenden „Anna“ allerdings nicht: In manchen Überlieferungen wird auch die Schauspielerin Anna Judic genannt.
Geblieben ist jedenfalls ein erstaunlich schlichtes Rezept: hauchdünne Kartoffelscheiben, Butter und viel goldbraune Knusprigkeit – manchmal sind die einfachsten Sachen eben die besten.
Wenn du französische Kartoffelgerichte magst, probiere auch meine Boulangère Kartoffeln. Sie werden mit Zwiebeln und Brühe im Ofen gegart und sind eine wunderbar einfache Alternative zum klassischen Kartoffelgratin.

Pommes Anna – knusprige Anna-Kartoffeln mit Butter
Kochutensilien
- 2 Ofenfeste Eisenpfannen Ø 19 cm oder 1 größere Pfanne, z. B. Ø 24 cm Ø 19 cm
- 1 Backpinsel
- 1 Gemüsehobel
Zutaten
- 500 g Kartoffeln festkochend
- 30 g Butter
- Pfeffer
- Salz
Anleitungen
- 1. Kartoffeln vorbereitenBackofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Kartoffeln schälen und mit einem Gemüsehobel in etwa 2 mm dünne Scheiben hobeln.
- 2. Die Pfanne bzw. Pfannen großzügig mit etwas Butter einfetten. Die Kartoffelscheiben von außen beginnend leicht überlappend und kreisförmig einschichten. Jede Lage leicht salzen und pfeffern und mit etwas geschmolzener Butter bestreichen. Es dürfen ruhig mehrere Kartoffellagen übereinanderliegen.
- 3. Kurz auf dem Herd anbratenDie Pfannen auf den Herd stellen und die Kartoffeln bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten anbraten. Dabei nicht bewegen. So kann die unterste Kartoffelschicht bereits Farbe bekommen.
- 4. Im Backofen garenDie Pfannen anschließend in den vorgeheizten Backofen stellen und die Pommes Anna etwa 25–30 Minuten backen, bis die Kartoffeln weich und an den Rändern schön goldbraun und knusprig sind.
- 5. Stürzen und servierenDie Kartoffeln vorsichtig vom Pfannenrand lösen. Einen ausreichend großen Teller auf die Pfanne legen und die Pommes Anna vorsichtig auf den Teller stürzen. Am besten direkt heiß servieren.
- Danach im vorgeheizten Backofen bei 180-200 Grad abgedeckt für ca. 20 Minuten backen.
- Dann den Deckel oder die Alufolie entfernen und so lange im Backofen lassen bis die Kartoffeln goldgelb gebräunt sind. Das sind ca. weitere 20 Minuten.
- Die Kartoffeln auf einen Teller stürzen und in 4 Teile teilen. Stürzen ist aber nicht unbedingt nötig.
Notizen
Weitere leckere Kartoffelrezepte
Wenn du Kartoffeln genauso gerne magst wie wir, findest du auf meinem Blog noch viele weitere Ideen. Besonders empfehlen möchte ich dir meine Boulangère Kartoffeln. Auch sie kommen aus Frankreich und werden aus dünnen Kartoffelscheiben zubereitet. Anders als Pommes Anna garen sie jedoch mit Zwiebeln und Brühe im Ofen – ganz ohne Sahne.
Oder wie wäre es mit knusprigen Bratkartoffeln aus dem Backofen? Sie sind besonders praktisch, wenn du keine Lust hast, lange an der Pfanne zu stehen. Meine Kartoffelknödel sind dagegen genau das Richtige für ein gemütliches Sonntagsessen. Und wenn es schnell und richtig schön knusprig sein soll, kann ich dir meine Parmesankartoffeln aus dem Backofen empfehlen.

Hast du meine Pommes Anna ausprobiert?
Dann freue ich mich, wenn du mir erzählst, wie sie dir geschmeckt haben. Und wenn du deine Pommes Anna auf Instagram zeigst, tagge mich gerne mit @eineprisesalz.blog, damit ich dein Ergebnis nicht verpasse.
Oder nimm dir den PIN für später mit und speichere dir das Rezept ab.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachmachen und einen guten Appetit. Lass es dir schmecken!







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