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Rotkohl selber machen

Geht es dir genau so, Weihnachten ist Rotkohlzeit und am besten schmeckt es, wenn du Rotkohl selber machen kannst.

Oma beschäftigte sich schon zwei Tage vor Weihnachten mit Rotkohl, sie schnibbelte ihn klein, es roch nach Essig, Zimt und nach Äpfeln. Es war schon ein großer Topf der abends in den Keller gebracht wurde. Am nächsten Tag machte sie ihn fertig. Die ganze Küche duftete. Essen durften wir ihn aber noch nicht, da war sie sehr eigen. Wieder wurde er in den Keller gebracht.

Erst am 1. Weihnachtstag holte sie ihn hervor und wärmte ihn auf kleiner Flamme auf. Es roch so herrlich weihnachtlich. Braten gab es ja auch noch.

Nur zu Weihnachten wurde der Rotkohl nach diesem Rezept gemacht. Schließlich sollte es was ganz besonderes sein.

Rotkohl selber machen

Rotkohl richtig putzen

Der Rotkohl wird als erstes in der Mitte geteilt, danach geviertelt. Jetzt kannst du die äußeren Blätter entfernen. Dann wird der Struck herausgeschnitten. Je nach Größe des Kopfs kannst du die vier Hälften nochmals teilen. Jetzt wird er schräg in sehr feine Streifen geschnitten. Hobeln geht natürlich auch.

Wie lange ist die Kochzeit von Rotkohl

Rotkohl muss gar nicht so lange kochen. Es kommt darauf an wie dick oder wie fein er schnitten wurde. Meist reicht es, wenn du ihn 30 Minuten mit Deckel auf mittlerer Stufe gar kochst. Die Garzeit von Rotkohl hängt auch davon ab, ob du ihn lieber bissfest oder weich essen möchtest. Wem er nach 30 Minuten noch zu fest ist, verlängert die Garzeit um weiter 5-10 Minuten. Einfach mal probieren, das ist ja auch immer das spannendste am Kochen.

Zu welchen Gerichten passt Rotkohl als Beilage

Rotkohl passt zu allen Fleischsorten mit brauner Soße. dazu gehören Rinderrouladen, Gänsekeule oder, – Brust, Schweinebraten, Entenbrust, Hackbraten oder Kaninchen.

Bei uns gab es ihn auch gerne zur frischen Bratwurst mit dunkler Grundsoße. Schau mal hier: 👌 rezept-dunkle-sossen-selber-machen

Rotkohl selber machen

Rotkohl haltbar machen

Rotkohl kannst du mehrere Wochen im Kühlschrank oder in einem kalten Keller lagern. Vorausgesetzt er ist noch nicht angeschnitten und hat auch keine Schadhaften Stellen.

Oma hat ihn nach dem Kochen sofort und noch kochendheiß in Gläser abgefüllt und zugeschraubt. Im Prinzip wie Marmelade, die ebenfalls nur heiß abgefüllt wird. Ich habe das selbst auch schon gemacht, dabei ist mir ein Glas von 10 hochgegangen.

Meine Mutter hat Rotkohl immer eingeweckt. Dabei gab sie den fertig gekochten Rotkohl in Weckgläser, die sie dann bei 120 Grad 90 Minuten einkochte. Leider gehen da sehr viele Vitamine bei verloren. Allerdings besaß auch noch nicht jeder einen Kühlschrank. Zur damaligen Zeit war das eine gängige Methode um Lebensmittel haltbar zu machen.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern. Es wurde immer so viel gemacht, meine Mutter war oftmals Tage damit beschäftigt. Nun ja, es musste auch bis zur nächsten Saison, also bis zum nächsten Herbst reichen.

Rotkohl für alle Tage wurde nicht mit Rotwein gemacht, sondern mit Wasser. Meine Mutter gab vor dem Essen immer etwas vom Bratenfett mit in den Rotkohl.

Heute gibt es das ganze Jahr über Rotkohl auf dem Markt zu kaufen.

Rotkohl lässt sich gut einfrieren

Du kannst den fertigen Rotkohl super gut einfrieren.

Rotkohl selber machen

Rotkohl selber machen

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Vorbereitungszeit15 Min.
Arbeitszeit30 Min.
Gericht: Beilage, einfach, Hausmannskost, Weihnachten, Winterküche
Land & Region: Deutsch
Keyword: Blaukraut, Rotkohl, Rotkohl selber machen, Rotkohl selbermachen wie von Oma
Yield: 8 Personen
Autor: Claudia Sterzenbach
Cost: preiswert

Equipment

  • großer Topf

Materials

Für die Marinade:

  • 1 Kopf Rotkohl
  • 100 ml Rotwein
  • 100 ml Orangensaft 100%
  • 100 ml Balsamico dunkel
  • 100 ml Portwein
  • 1 Teelöffel Pfefferkörner
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 4 Stück Nelken
  • 1 Esslöffel Salz

Rotkohlgemüse:

  • 2 Stück Zwiebeln
  • 1 Stück Apfel säuerlich
  • 2 Esslöffel Zucker braun
  • 1 Esslöffel Preiselbeeren
  • 2 Esslöffel Butterschmalz
  • 2 Gabel Speisestärke

Anleitungen

Marinade:

  • Die Gewürze mit einem Mörser zerstoßen.
  • Den Rotkohl fein schneiden und in einen großen Topf geben. Die Gewürze darüber verteilen und mit der Flüssigkeit übergießen. Alles schön durchmengen.
  • Den Rotkohl 24 Stunden marinieren, dabei öfters umrühren.

Rotkohlgemüse:

  • Zwiebel fein würfeln, Apfel schälen und fein würfeln.
  • Die Zwiebel in Butterschmalz glasig dünsten. Zucker und Apfel zugeben und etwas karamellisieren lassen.
  • Rotkohl inklusive Marinade hinzufügen, umrühren, mit Deckel auf mittlerer Stufe ca. 20 Minuten köcheln lassen.
  • Preiselbeeren dazugeben, umrühren und weitere 10 Minuten köcheln lassen.
  • Abschmecken und eventuell nachwürzen.
  • Zum Schluss die Speisestärke in einer halben Tasse Wasser anrühren, zum Rotkohl geben, umrühren und alles nochmal aufkochen lassen.

Notizen

Tipp:
Mit Speisestärke wird der Rotkohl so richtig schön sämig und schlotzig.  Wer das nicht mag, lässt es einfach weg.
Die Garzeit von Rotkohl richtet sich danach wie fein, bzw. grob er geschnitten wurden. Manche mögen ihn wenn er noch Biss hat. Andernfalls die Garzeit um 10 Minuten verlängern.

Wenn du meinen Rotkohl nachgemacht hast, dann zeig es doch auf Instagram und tagg mich mit @eineprisesalz.blog,dann verpasse ich es nicht und freue mich wie ein kleiner Schneekönig, wäre doch super.

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Ich wünsche dir guten Appetit und viel Spaß beim Nachmachen.

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